Vertrauen – das Motto des Kirchentages stand auch im Mittelpunkt eines etwas anderen Eröffnungsgottesdienstes. „Vertrauen auf die Kraft der Armen“ – unter diesem Thema hatten die Suppenküche Kana, das Straßenmagazin „bodo“ und die Wohnungsloseninitiative „Gast-Haus statt Bank“ eingeladen.

Parallel zu den offiziellen Eröffnungsgottesdiensten gab es in der Suppenküche einen Gottesdienst mit Bezug auf Lukas 14.23 „an den Hecken und Zäunen“.
Vertrauen, so Bernd Büscher von Kana, hätten viele Menschen, die zu ihnen kommen, verloren. Ob es um Vertrauen in die staatlichen Hilfsstrukturen geht, ober um Vertrauen in sich selbst, aber auch das Vertrauen an Gott sei in Frage gestellt. Deshalb habe man den befreiungstheologischen Ansatz des Eröffnungsgottesdienstes gewählt. Schließlich seien es die Armen, die im Evangelium die entscheidende Rolle spielen
Deshalb ging es an dem Abend um die weltweite soziale Gerechtigkeit und um solidarisches Handeln. Solidarität mit den Obdachlosen und den Armen hat der Gottesdienst gefordert – und mit allen, die sich in Hilfsinitiativen engagieren. „Wir bitten für alle Christen, dass es zu ihrem Auftrag gehört, sich über die weltweiten Zusammenhänge der ungleichen Lebensumstände der Menschen genügend zu informieren.“


Die drei Wohnungsloseninitiativen präsentieren sich noch mit weiteren Veranstaltungen während des Kirchentages. Darunter sind eine Gesprächsrunde zur Obdachlosigkeit (St. Reinoldi, Freitag, 16 Uhr), zum Bedingungslosen Grundeinkommen (FH, Emil-Figge-Str. 44, Hörsaal U33, Samstag, ab 12 Uhr) und Rundgänge zur Urbanen Produktion und sozialer Gerechtigkeit (FairBleiben, Heiliger Weg 3-5, Freitag, 11.30 Uhr und Samstag, 14 Uhr).