„We refuse to be enemies“ – Wir weigern uns, Feinde zu sein, heißt eine Veranstaltung während des Kirchentages zum Israel-Palästina-Konflikt. Mit dabei sind Sarah Bernstein (Rossing Center, Jerusalem), Katja Kriener (dialogue coordinator, Nes Ammim/Israel), Daoud Nassar (Tent of Nations, Bethlehem/Palestinian Territories) und Gregor Schröder (JugendInterKult, Bonn). Es moderiert Dr. Sabine Federmann von der Ev. Akademie Villigst.

Die Veranstaltung in englischer Sprache findet am Freitag, 21. Juni, ab 11 Uhr in den Westfalenhallen (Kongresszentrum, Goldsaal) statt.

Am Samstag (22. Juni) bietet zum gleichen Thema das KAIROS Palästina-Solidaritätsnetz Deutschland in Kooperation mit der Bielefelder Nahost-Initiative in der Paul-Gerhardt-Kirche (Markgrafenstraße 125) einen Veranstaltungstag an.

Der Tag beginnt mit unterschiedlichen Begrüßungsveranstaltungen. Von 11 bis 12.30 Uhr hält Rifat Odeh Kassis einen Vortrag mit dem Thema „Die Lage spitzt sich zu: Zu den politischen Entwicklungen seit der Veröffentlichung des KAIROS Palästina-Dokuments“. Nach der darauffolgenden Mittagspause beginnt um 13.30 Uhr eine Informationsveranstaltung unter dem Motto „Stimmen aus der internationalen Ökumene: Interreligiöse Perspektiven zum Palästina/Israel-Konflikt“. Unter anderem spricht hier Prof. Dr. Micha Brumlik, Erziehungswissenschaftler und Publizist aus Berlin. Um 15.30 folgt „Der christlich-jüdische Dialog und die deutschen Kirchen“, hier u.a. mit Prof. Dr. Wolfgang Benz (Historiker und Antisemitismusforscher, Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Berlin) und Prof. Dr. Ulrich Duchrow (Professor für Systematische Theologie an der Universität Heidelberg). Mit der Frage „Ist Kritik an der israelischen Politik Antisemitismus?“ beschäftigt sich ein Vortrag um 17.30 Uhr. „Ich werde nicht hassen“ ist das Thema des Theaterstückes mit Michael Morgenstern um 20 Uhr. Die Geschichte des palästinensischen Arztes Dr. Abuelaish aus Gaza ist Thema des Stückes. Die Schauspieler zeigen seinen Alltag in Gaza, inklusive seines Familienlebens und dem Warten an israelischen Checkpoints. Auch der tödliche Angriff auf seine drei Töchter wird dargestellt. Trotz seiner Geschichte kämpft er für Verständigung und Versöhnung mit Israel, statt dem Hass nachzugeben.

Alle Veranstaltungen werden parallel deutsch und englisch gedolmetscht. Der Eintritt ist kostenfrei.