Kirchentag passt zu Dortmund. Da ist sich Wilhelm Langes sicher. Die Offenheit für Akteure unterschiedlicher Couleur, die Bereitschaft, auch kritische Töne zuzulassen, und die große Bandbreite des Programms, all das begeistert den ehemaligen Hauptschullehrer und hat ihm Lust gemacht, diesmal selbst ehrenamtlich anzupacken.

Dabei ist der 66jährige ein Kirchentagsneuling. „Irgendwie hat es sich noch nie ergeben, mal irgendwo dabei zu sein“, sagt der engagierte Pensionär. Umso mehr freut er sich auf sein Mitwirken beim Kirchentag in seiner Heimatstadt. „Was für ein Vertrauen“ – das Kirchentagsmotto ist für Wilhelm Langes gute Botschaft und Verpflichtung zugleich. Denn es passe für ihn in die Unbill der heutigen Welt, wo einst sicher geglaubte Freiheiten und Rechte wieder in Frage gerieten.

Als klar war, dass der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dortmund stattfinden würde, waren sich Wilhelm Langes und seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Reinoldiforum, dem kirchlichen Info-Center direkt bei St. Reinoldi, schnell einig: Da machen wir mit. Denn das Reinoldiforum gilt vielen Dortmunderinnen und Dortmundern ohnehin als Anlaufstelle für Fragen rund um die Evangelische Kirche. Und so wird das Forum im Juni auch offizieller Info-Point des Kirchentages sein.

Schon jetzt stehen die rund 30 Frauen und Männer, die hier abwechselnd ehrenamtlich Dienst tun, für Auskünfte zum Kirchentag bereit. Ab Mitte Mai sind im Reinoldiforum auch Dauer- und Tageskarten zu haben. Über Einzelheiten zu Programm, Anreise,  Privatunterkünften und vieles mehr haben sich Langes und seine Forumsfreunde schon von der Kirchentags-Geschäftsstelle schulen lassen.

Bevor es Mitte Juni richtig losgeht, wollen Wilhelm Langes und seine Frau noch mit ihrem Campingbus unterwegs sein. Denn Reisen gehört zu den Leidenschaften des Paars. Danach sind die Langes auch persönlich Gastgeber für vier Kirchentags-Besucher. „Entweder wir Dortmunder wollen gastfreundlich sein oder nicht“, sagt Wilhelm Langes. „Da versteht es sich doch von selbst, dass wir ein Privatquartier anbieten, wenn wir genug Platz haben.“

Das ehemalige Lehrer-Ehepaar ist sich sicher, dass sie freundliche Gäste beherbergen werden. „Ich finde toll, dass hier so viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen“, sagt Langes. „Mit allen, die guten Willens sind, kann man reden.“ Man müsse sich nur drauf einlassen – und darauf freut er sich.